Drei engagierte Gewinner*innen bei der UBiZ-30-Tage-Challange

Dies und Das
v.l.: Tonia, Petra Sommer, Jule bei der Preisverleihung am UBiZ - Foto: UBiZ

Von Mai bis August hatte das UBiZ im Rahmen der UBiZ-30-Tage-Jubiläums-Challenge aufgerufen, einen Bereich im Alltag zu identifizieren, der 30 Tage lang hin zu mehr Nachhaltigkeit verändert werden sollte. Aus den Einsendungen wurden nun drei Gewinner*innen ausgewählt, die sich ganz unterschiedlichen Herausforderungen gestellt hatten. Zu gewinnen gab es neben einem UBiZ-Geschenkpaket auch einen gestifteten Gutschein der Kooperationspartner*innen bike store Haßfurt, Demeterhof Dünninger oder unverpackt Bamberg.

„Was ich besonders toll finde, ist, dass auch zwei sehr junge Teilnehmerinnen dabei sind!“, stellt Petra Sommer, Leiterin des UBiZ, heraus. „Wir nehmen natürlich wahr, dass die junge Generation in vielen dieser Bereiche wacher und verantwortungsvoller wird. Umso mehr haben wir uns auch über diese Beiträge gefreut.“ Zwei der Gewinner*innen konnten am Dienstag ihren Preis im UBiZ in Empfang nehmen.

Eine der jungen Gewinnerinnen ist Tonia (15), die sich 30 Tage lang ganz ohne tierische Produkte ernährt hat. „Meine gesamte Familie achtet im Alltag darauf, möglichst nachhaltige Varianten zu finden.“, sagt sie auf die Frage, seit wann sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Konkret zu ihrer Beitragsidee wurde sie aber sowohl durch Freunde, als auch durch Beiträge im Internet inspiriert, wie sie erklärt. „Und eigentlich ist vegan zu kochen auch überhaupt nicht schwer, solange man für sich selbst kocht. Im Gegenteil, das Ausprobieren neuer Rezepte hat mir großen Spaß gemacht und Alternativen zu finden ist einfacher, als man zunächst denkt.“  Auch Jule (15) ist es durch ihre Familie gewohnt, Konsum und das eigene Handeln zu hinterfragen. Sie hat sich nicht nur ein Ziel für die 30 Tage gesetzt, sondern ist viele kleine und große Projekte angegangen. Neben dem Anlegen eines Gründachs, plastikfreiem Einkaufen oder Second-hand Läden für Kleidung zu nutzen achtet sie auch außerhalb der Challenge-Zeit darauf, heimische Gemüsesorten anzupflanzen oder bei Lebensmitteln auf Palmöl zu verzichten. „Viele Dinge sind vermutlich in der Stadt leichter umzusetzen, als hier am Land, was zum Beispiel verpackungsfreie Einkaufsmöglichkeiten oder die Mobilität angeht.“, beschreiben Tonia und Jule. „Gleichzeitig haben wir hier zum Beispiel die Möglichkeit, unsere Gärten auch für mehr Selbstversorgung zu nutzen.“

Mehr Unabhängigkeit, das ist auch das Ziel von Familie Schumm, die während der Challenge-Zeit ihre Photovoltaik-Anlage umgesetzt und angeschlossen hat. „Wir versuchen schon lange, Ressourcen zu schonen und unseren Alltag zu überdenken“, beschreiben Anja und Manuel Schumm. „Das Photovoltaikprojekt war für uns der logische Schritt, nachdem wir uns ein Elektroauto zugelegt haben, das wir mit selbst erzeugtem klimafreundlichen Strom laden wollen. Daraus wurde unser Familienprojekt, das wir dann mit einer örtlichen Fachfirma umgesetzt haben.“

Und wie geht es nun weiter in Sachen Nachhaltigkeit? Da sind sich alle einig: Es gibt noch viel zu tun. Tonia wird auch weiterhin versuchen, tierische Produkte zu minimieren, wenn auch nicht mehr ganz so streng wie während der Challenge. Und auch das Thema Selbstversorgung soll weiter ausgebaut werden. Familie Schumm will weiter möglichst regional einkaufen und bleibt zukünftig dem Elektroauto treu. Eine wichtige Botschaft geben Tonia und Jule dabei aber noch für alle mit auf den Weg: „Jeder kleine Schritt zählt. Denn viele kleine Schritte ergeben auch einen Großen, auch wenn man bei vielen Dingen nicht sofort ein Ergebnis sieht. Es geht darum, es nicht als Pflicht zu sehen, sondern als freiwilligen Beitrag. Die Anforderungen an sich selbst sollte man dabei nicht zu hoch hängen. Man kann nicht sofort alles perfekt machen und sollte sich davon nicht entmutigen lassen.“, stellt Tonia klar. Jule ergänzt dazu motivierend: „Man muss einfach anfangen – auf die Einstellung dazu kommt es an. Denn dann können solche Projekte richtig viel Spaß machen!“

Petra Sommer ergänzt abschließend: „Ich finde das Engagement super und bin mir sicher, dass Menschen wie unsere Gewinner*innen auch ihr Umfeld motivieren und inspirieren. Zu sehen, wie sie solche Dinge ganz selbstverständlich in ihren Alltag integrieren und verfolgen zeigt, dass wirklich jede*r im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten kann.“

Für den fachlichen Input und für Inspirationen zum Thema Nachhaltigkeit bietet das UBiZ jedes Jahr bis zu 250 Veranstaltungen im Landkreis an. Das aktuelle Programm ist auch auf der Homepage www.ubiz.de einsehbar.

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