Kulturelle Bildung von Anfang an! – Fachtag „Kultur in der Krippe“ inspiriert zahlreiche pädagogische Fachkräfte aus Stadt und Landkreis Bamberg

Dies und Das
Fachtag Kultur in der Kinderkrippe © Kulturamt der Stadt Bamberg

Gibt es für Schulen und Kindergärten vielfältige kulturpädagogische Kooperationsangebote von Künstlerinnen und Künstlern, so ist die Zusammenarbeit mit Krippen und somit den Allerkleinsten unserer Gesellschaft eher selten. Um die Bedeutung Kultureller Bildung auch für diesen Bereich zu bestärken, fand zum ersten Mal der Fachtag Kultur in der Krippe statt, organisiert vom im Kulturamt der Stadt Bamberg angesiedelten KS:BAM – Kultur.Service Bamberg für Schulen und Kitas von Stadt und Landkreis Bamberg sowie dem AWO Kultur.Kinderhaus St. Elisabeth Frensdorf.

Der Veranstaltung vorausgegangen war der Wunsch des KS:BAM und vor allem vieler pädagogischer Fachkräfte nach neuen Impulsen und Kooperationen für die frühkindliche Kulturelle Bildung – denn: Kleine Kinder singen und tanzen, noch bevor sie überhaupt sprechen können. Sie erkunden, malen, bauen und gestalten ihre Welt und müssen daher auch nicht an Kreativität herangeführt werden, sondern benötigen Zugang, Raum und Material. Vor einem Jahr wurde daher eine Krippenprojektentwicklungsreihe ins Leben gerufen, an der das Kultur.Kinderhaus St. Elisabeth Frensdorf, das Kinderhaus Juliushof Hirschaid sowie das Kinderhaus St. Stephan Bamberg mit großer Leidenschaft teilnahmen. Sechs Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen bildende Kunst, zeitgenössischer Tanz und Theater entwickelten in Tandems mit pädagogischen Fachkräften Projekte für die Krippe, die die eigene Kunstform ins Zentrum stellen, altersgerechte Zugänge schaffen und Möglichkeiten ausloten, die diese Zusammenarbeit anbietet.

So wie man während der verschiedenen Projekte in strahlende Augen und faszinierte Gesichter der Krippenkinder blicken durfte, so groß war auch das Interesse auf Seiten der am Fachtag teilnehmenden pädagogischen Fachkräfte am theoretischen und praktischen Erfahrungsaustausch. Acht Workshopleitende gaben Einblick in ihre künstlerisch-kulturelle Tätigkeit und veranschaulichten, wie sie mit ihren Angeboten für Krippenkinder nachwirkende Erfahrungen ermöglichen: Amelie Auer („Welten öffnen – Räume schaffen“), Dagmar Ohrndorf („Farben erzählen etwas“), Jan Burmester („Malen frei! Eins bis Drei“), Patrik Lumma (große Kreativprojekte), Hannelore Heider (Licht und Schatten), Gudrun Lange (Bewegung und Tanz), Laura Schabacker (Tanz) und Stefanie Axt (Musikgarten) zeigten alltagstaugliche Methoden und ermutigten die Teilnehmenden zum kreativen Tun. An der Krippenprojektentwicklungsreihe nahm darüber hinaus auch der bildende Künstler David Grimm (Bauen mit Naturmaterialien) teil.

Das AWO Kultur.Kinderhaus St. Elisabeth Frensdorf bietet mit seinem offenen Konzept nach den Ideen der Reggio-Pädagogik einen wunderbaren Rahmen für ein anregendes, lebendiges Heranwachsen der Allerkleinsten und eignet sich damit auch hervorragend als Fortbildungsort für diejenigen, die die Kinder dabei pädagogisch begleiten.

Der KS:BAM zieht eine äußerst positive Resonanz aus diesem spannenden und stimmungsreichen Fortbildungstag. Für nächstes Jahr ist ein großer Fachtag Kultur in der Kita in Planung.

 

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