Schlafkisten für Straßenkatzen selber bauen

Familienleben
©Deutscher Tierschut...

Schlafkisten für Straßenkatzen selber bauen

Anlässlich des Filmstarts von „Bob der Streuner“ am 12. Januar, gibt der Deutsche Tierschutzbund Tipps, wie Kinder und Jugendliche Katzen ohne Zuhause unterstützen können. Auf seiner Website www.jugendtierschutz.de hat der Verband ein Video bereitgestellt, das zeigt, wie man warme Schlafboxen für die Tiere aus einer Styroporkiste leicht selbst bauen kann.

Ihr benötigt dafür:

  • Eine Styroporkiste mit Deckel, in die eine Katze gut hinein passt (Thermokisten kann man kaufen oder kostenlos bei Fischhändlern oder in Aquaristik-Geschäften bekommen)
  • Dicke Folie, z.B. aus dem Baumarkt als Meterware
  • Styroporkleber
  • Stroh, ggf. ein altes Handtuch oder eine Decke
  • Klebeband, Schere, Messer, Stift und Zirkel oder Topfdeckel, um das Einstiegsloch aufzuzeichnen

So geht es:

  1. Markiert mit Stift und Zirkel oder Topfdeckel das Einstiegsloch (ca. 20 cm), nicht zu nah am Rand und nicht ganz unten und schneidet es mit einem Messer aus.
  2. Schneidet die Folie passend zu und markiert erneut das Einstiegsloch, schneidet es sternförmig ein, damit ihr die Folie nach innen einklappen könnt.
  3. Packt die Kiste ein, sprüht dafür jeweils auf einer Seite die Kiste mit dem Spezialkleber an, klebt die Folie flächig auf. Nach kurzer Zeit könnt ihr die nächste Seite festkleben. Ist die ganze Kiste beklebt, könnt ihr die Ränder mit Klebeband zusätzlich sichern.
  4. Der Deckel wird ebenfalls mit Folie beklebt.
  5. Füllt die Kiste großzügig mit Stroh, legt eine Decke darüber und den Deckel auf.

Wenn eure Kiste fertig ist und ihr sie nicht auf eurem Grundstück aufstellen möchtet, fragt unbedingt beim Tierheim in eurer Stadt nach, welcher Platz sich eignen würde. Denn womöglich gibt es bereits betreute Futterstellen und eure Kiste findet in der Nähe Platz.

Stellt die Box geschützt vor Wind und direktem Sonnenlicht auf. Legt am besten etwas Schweres darauf, damit sie nicht wegfliegen kann. Wer möchte, ergänzt noch einen laminierten Zettel mit einer Info, damit Spaziergänger wissen, dass diese Kiste zu einem Katzenschutzprojekt gehört. Stellt nicht mehrere Boxen nebeneinander auf, da es sonst zu Streitigkeiten unter den Tieren kommen kann. Es genügt, die Box alle drei  Monate zu reinigen. Natürlich nur, wenn die Katze gerade nicht darin liegt.

Hier geht es zum Bastelvideo

https://www.youtube.com/watch?time_continue=6&v=OuepQfLAUpc

Die Aktion ist Teil der Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos“, mit der die Tierschützer auf das Leid der frei lebenden Katzen aufmerksam machen.


„Obwohl Straßenkatzen oft scheu sind und Menschen meiden, sind es immer noch domestizierte Tiere, die auf unsere Hilfe angewiesen sind“, erklärt Maja Masanneck, Leiterin des Jugendreferats beim Deutschen Tierschutzbund.

Das Video sowie weitere Tipps für Kinder und Jugendliche finden sich online unter www.jugendtierschutz.de/katzen.

Hintergrund: Straßenkatzen

Frei lebende Katzen leben auf verwilderten Grundstücken, in verlassenen Fabrikgeländen oder auf Friedhöfen – meist ohne direkten Kontakt zum Menschen. Häufig sind sie Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen oder ausgesetzten Tieren. Viele dieser Katzen sind krank, unternährt oder verletzt. Da sie als domestizierte Haustiere nicht mehr in der Lage sind, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen, sich viele der sehr scheuen Katzen aber auch nicht mehr an den Menschen gewöhnen, gibt es nur die Möglichkeit, den Tieren ihr Leben zu erleichtern. Tierschutzvereine richten deshalb Futterstellen ein und lassen die Katzen kastrieren, damit sie sich nicht weiter fortpflanzen.


Mehr Informationen zur Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos“ unter www.tierschutzbund.de/katzenschutz

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