Warum das Meer wellig ist und wieso Wellen weiße Spitzen haben

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Wie entstehen Wellen? - © wetteronline

Je stärker der Wind auf das Wasser drückt, desto höher und kraftvoller schlagen die Wellen. Quelle: WetterOnline

Ob mit der Luftmatratze, dem Surfbrett oder den Flossen: Beim Strandurlaub macht das Baden im Meer besonders viel Spaß. Dabei sind vor allem die unterschiedlich starken Wellen toll zum Spielen. Aber woher kommen sie eigentlich und warum sind sie manchmal weiß und schaumig?

Der Wind macht die Welle

Am Meer ist es oft windig. Dadurch bewegen sich nicht nur Segelboote auf dem Wasser, sondern es entstehen auch Wellen. Der Wind bläst nämlich auf die Wasseroberfläche und drückt diese ein. So werden viele kleine Wasserteilchen angestoßen und drehen sich im Kreis. Während die unteren Wasserteilchen vom Meeresboden gebremst werden, bewegen sich die oberen Wasserteilchen weiter. Dabei klettern sie sozusagen übereinander – eine Welle entsteht. Irgendwann, wenn sich die Welle weit genug aufgetürmt hat, wird sie zu schwer und fällt wegen der Erdanziehungskraft wieder in sich zusammen. Man sagt dazu, die Welle „bricht“.

In diesem Moment entstehen auch die weißen Spitzen, die wir oft auf der Welle sehen und die aussehen wie Badeschaum. Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline, erklärt: „Die weißen Schaumkronen einer Welle entstehen, während sie bricht. Denn wenn der obere Teil der Welle nach vorne fällt, schließt er viele kleine Luftblasen in die Wassertropfen ein. Diese eingeschlossene Luft bauscht das Wasser auf und das sieht aus wie weißer Schaum.“

Eine optische Täuschung?

Wer auf das Meer schaut und Wellen betrachtet, stellt fest, dass es oft so aussieht, als würde sich das gesamte Wasser von einem Punkt zum anderen bewegen. Das stimmt jedoch nicht ganz. Tatsächlich bleibt der Großteil des Wassers an ein und derselben Stelle. Nur die Wellen auf der Wasseroberfläche rollen durch die Bewegung des Windes immer weiter voran, bis sie ans Ufer treffen.

Manchmal bewegt sich allerdings auch das gesamte Meer vor und zurück. Verantwortlich dafür ist der Mond. Er sorgt mit seiner Anziehungskraft dafür, dass das Wasser mal mehr ans Ufer und mal weiter zurück ins Meer gezogen wird. Das kennen wir als Flut und Ebbe.

Tsunami: Wellen durch Erdbeben

Auch heftige Erdbeben, zum Beispiel als Folge eines Vulkanausbruchs, können für große Wellen sorgen. Eine besonders große und gefährliche Wellenart heißt Tsunami. Durch das Beben der Erde wackelt der Meeresboden. Das Wasser gerät in Bewegung und es entstehen dadurch riesige Wellen. Sie werden immer größer, je näher sie der Küste kommen. Das liegt daran, dass die unteren Wasserteilchen schneller vom Meeresboden gebremst werden. Dadurch geht die ganze Kraft in den oberen Teil der Welle über, wodurch sie wächst.

Mit Dank an www.wetteronline.de

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