Lesen wir wirklich nicht mehr?

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Lesen wir wirklich nicht mehr? Und was können wir dagegen tun?

Immer wieder wird gesagt, dass wir Jugendlichen nicht mehr lesen oder nur noch ganz wenig beziehungsweise viel zu wenig! Stimmt das eigentlich? Wir haben in unserem Leseclub, der vor drei Jahren von der Kinder- und Jugendbuchautorin Susanne Rebscher (alias Suza Kolb) in Oberhaid unter dem Dach der Gemeindebücherei ins Leben gerufen wurde, darüber nachgedacht. Das hier ist dabei herausgekommen:

Leonie: Viele Kinder lesen nicht, weil sie von ihren Eltern nicht vorgelesen bekommen haben. Lesen ist für sie nicht wichtig und deswegen packt diese Kinder und Jugendlichen wohl nur selten irgendwann die Lesefreude. Kinder und Jugendliche bekommen heutzutage auch seltener Bücher geschenkt. Ich kenne Jugendliche, die gar keine Bücher lesen, sondern sich viel lieber die Filme anschauen. Und zu Hause spielen viele lieber auf dem PC, als ein Buch in die Hand zu nehmen.

Ich lese natürlich besonders viel, wenn ich zum Beispiel zu Weihnachten Bücher geschenkt bekommen habe, aber gar nicht lesen tue ich nie. Ich bin vor allem ein Fantasyfan und finde es toll, wenn ich mir meine eigene Welt erschaffen kann. Dann kann ich gut den Schulstress vergessen. Meine Bücher leihe ich mir meistens aus. Jetzt erhalten wir als Testleser von der Bücherwelt im Ertl-Zentrum Bücher und ich kaufe mir auch hin und wieder eines selbst. Manche Kinder waren wahrscheinlich auch nie mit ihren Eltern in der Bücherei und vielleicht sogar auch noch nie in einer Buchhandlung.

Theresa: Lesen ist mein Hobby und andere Jugendliche haben eben andere Hobbys und lesen vielleicht deswegen weniger. Eine Freundin zum Beispiel malt lieber und liest nur selten. Oft müssen wir für Deutsch eine Lektüre lesen, die so langweilig und zäh ist, dass man erstens unheimlich lange dafür braucht und zweitens keine Lust mehr für ein anderes Buch hat.

Ich lese am meisten in den Ferien. Abenteuergeschichten mag ich besonders. Die kriege ich oft geschenkt. Ich gehe in zwei verschiedene Büchereien. Was ich mir gerne kaufe, sind Hörbücher. An unserem Leseclub ist nicht nur toll, dass wir viel zusammen lachen und immer etwas zu Naschen in der Mitte stehen haben, man kriegt auch gute Tipps für spannende Bücher. Wir reden über die Bücher, die wir gerade lesen, und wenn mir von den anderen eines gefällt, kann ich es mitnehmen. Echte Autoren haben wir auch kennen gelernnt und einen Verlag!

Emma: Die neuen Medien sind vielleicht wirklich ein Grund, weswegen Kinder und Jugendliche weniger lesen. Bei mir war das zum Beispiel so: Oft habe ich angefangen zu lesen, dann klingelte das Handy und ich war abgelenkt und raus aus der Geschichte. Seitdem schalte ich, wenn ich daran denke, mein Handy auf Flugmodus. Außerdem habe ich noch einen guten Lifehack: Manchmal sitze ich am Computer. Dann stelle ich ein Buch, das ich neu habe oder gerade ausgeliehen, so hin, dass ich es immer wieder ansehen muss. Irgendwann denke ich: „Okay, ich könnte mal wieder etwas lesen!“ So motiviere ich mich, wenn etwas lesearme Zeiten angebrochen sind. Aber in der Regel lese ich viel.

Ich gehe in die Bücherei, leihe mir Bücher von meinem Bruder und wünsche mir auch oft Bücher. Meine Lieblingslesezeit ist übrigens kurz vorm Einschlafen. Lesen beruhigt und macht müde, jedenfalls mit den richtigem Buch.

Ich bin nicht so der Fantasyfan wie Leonie (außer Harry Potter, den mag ich), meine Lieblingsbücher sind realistische Alltagsgeschichten.

Wir vom Leseclub machen übrigens manchmal Themenfenster in der Bücherei, um anderen Tipps zum Lesen zu geben. Oft hat man ja keine eigene Idee, was man lesen soll, und dann hilft das.

Altersangaben bitte diese hinter die Namen einfügen

Leonie: 14 Jahre

Theresa: 12 Jahre

Emma: 13 Jahre

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