Kochen für Kinder

Rezepte
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Kochen für Kinder

…geht auch ohne Plan und trotzdem lecker und gesund

Parallel zum Schul- und Arbeitsalltag täglich leckere Gerichte zaubern, die allen schmecken und möglichst auch ausgewogen und gesund sind – dieser gut gemeinte Vorsatz ist für die meisten Mütter viel zu häufig mit purem Stress verbunden. Die perfekte Lösung gibt es für dies Dilemma wohl nicht, aber immerhin nützliche Küchenhelfer…

Allen Müttern, die aufgestellte Wochen-Speisepläne nicht durchhalten (oder es gar nicht erst schaffen, welche aufzustellen), bei denen eine durchdachte Vorratshaltung nicht wirklich funktioniert und die im Kosmos Küche alles andere als gut  organisiert sind, reiche ich hiermit solidarisch die Hand und beneide alle anderen, denen das scheinbar mühelos gelingt.  Trotzdem soll ja auch unser Nachwuchs regelmäßig essen und das möglichst gesund. Mir helfen in der Zwickmühle zwischen Anspruch und meiner persönlichen Küchenwirklichkeit seit einigen Wochen, die ich immer griffbereit am Herd habe. Das erste heißt „Koch’s noch einmal, Mama“ (bzw. in der Ursprungsversion: „Die besten Gerichte für Ihr Schulkind“). Es enthält tatsächlich zahlreiche Koch-Ideen, die allen schmecken und mit meinen zwei Prämissen am Herd gut zu vereinbaren sind: Es muss 1. unkompliziert vorzubereiten und herzustellen sein und darf 2. nicht zu lange dauern. Wir essen abends zusammen warm, ergo ist nicht viel Zeit zum Kochen, alle haben Hunger, und meistens bin ich vor dem Essen schon sofareif vom Arbeitstag. Das Taschenbuch von Anne Iburg (Verlag TRIAS 2014) enthält zahlreiche Tipps und Tricks für alle drei Mahlzeiten und liefert auch tolle Ideen für einfache Smoothies, Müslis, Wraps und – ganz klasse – leckere „Streichs“, also Brotaufstriche. Es gibt schnell realisierbare Gerichte mit Gemüse und/oder Fleisch und auch Fisch, die richtig lecker sind und listet ohne erhobenen Zeigefinger alle Basics rund um gesunde Ernährung sowie Regeln für die gemeinsamen Mahlzeiten auf. Zwischen den Kapiteln finden sich hilfreiche Tipps und Variationen, und – ganz wichtig – die Rezepte sind kurz und übersichtlich, so dass sogar ich am Ende einen langen Tages noch Lust habe, immer wieder mal etwas Neues auszuprobieren.

Mein Küchenhelfer Nummer 2 ist derzeit das Buch „Pasta & Sauce aus 1 Topf“ von Emilie Perrin (Bassermann 2016) und mit dem Untertitel „Blitzschnelle Nudelgerichte“ natürlich ein klarer Favorit. Die neue Idee des One-Pot-Cooking hat mich neugierig gemacht und ist wirklich klasse. Egal, ob Nudeln mit einfachen Tomaten-Saucen, mit Fisch, Fleisch oder auch vegan – alles kommt zu Beginn in einen Topf und nach zehn Minuten sind die Nudeln nicht nur gar, sondern auch umgeben von leckerer Sauce. Eine feine Sache, wenn es einmal richtig schnell gehen muss, weil eigentlich nichts falsch zu machen ist. Die so genannte ‚One Pot Pasta‘ entspannt nicht nur gestresste Mütter, sondern auch die Spülmaschine. Außerdem haben wir festgestellt, dass bei dieser Art des Garens der Geschmack der verwendeten Zutaten und Gewürze viel deutlicher heraus kommt. Spaß macht es außerdem, und der Blick in den Topf mit den kompletten Roh-Zutaten ist immer wieder faszinierend. Während meine One-Pot-Pasta vor sich hinköchelt, ist manchmal sogar Zeit, schnell in ein neues Buch zu gucken und das heißt derzeit „Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens“ von J. Ryan Stradal (Diogenes 2016) und erzählt die Geschichte der gewürzbegeisterten jungen Eva, die trotz ihrer schrägen Vergangenheit mit ihren Pop-Up-Dinnern eine High-Society-Karriere macht. Ein meisterhaft geschriebenes und herzerwärmendes Romandebüt über Frauen, Mütter und das Kochen mit (natürlich!) zahlreichen Rezepten . –keb-


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